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Kulinarische Ausflugsziele im Sommer

08. Juli - 31. August 2008

Kulinarische Ausflugsziele im Sommer

Was haben Frank Plasberg und Wilhelm Conrad Röntgen gemeinsam? Und welches Städtchen an der Wupper sahen in den 60er Jahren Millionen Zuschauer im Fernsehen bei einer spannenden Mörderjagd?

 

Remscheid

Von Fachwerkhäusern, Stahlbrücken und Talsperren

Antwort: Remscheid! Plasberg und Röntgen sind beide Söhne des Wupper-Städtchens. Und wer sich noch an die "Straßenfeger" der 60 Jahre erinnert, so z.B. "Das Halstuch" von Francis Durbridge, der hat auch gleich die romantische Innenstadt Remscheids vor Augen: Damals wurden die Außenaufnahmen der Krimiserie für den fiktiven Ort Littleshaw nicht in England, sondern rund um den Marktplatz des Remscheider Stadtteils Lennep gedreht. Noch heute besticht die Innenstadt durch das schöne Rathaus, das mit seinem 48 Meter hohen Turm unverkennbar das Zentrum Remscheids bildet.

Von hier aus kann man die Stadtteile erkunden und sich gleichermaßen der historischen Architektur, z.B. den gut erhaltenen bergischen Fachwerkhäusern dem schönen Haus Cleff widmen. Doch auch moderne Baukunst ist zu bewundern, beispielsweise die Müngsterer Brücke, Deutschlands mit 107 Metern höchste Stahleisenbahnbrücke, welche Remscheid und Solingen verbindet. Im Herbst, anlässlich des jährlichen Müngsterer Brückenfestes, überqueren hier historische Dampflocks die Wupper in schwebender Höhe. Über einen schönen Wanderweg erreicht man in der Nähe den Diederichstempel, einen hübschen, neogotischen Aussichtspavillon.

Ausgefallene Schwerpunkte setzen die Remscheider Museen: Ganz in der Nähe des Geburtshauses von Röntgen befindet sich das Deutsche Röntgen Museum; im Tuchmuseum wird an die lange Geschichte der Tuch- und Textilindustrie des bergischen Landes erinnert; Väter und Söhne werden sich vor allem im Deutschen Werkzeugmuseum begeistert umschauen. Regionale und internationale Kunst kann man bewundern in der Städtischen Galerie mit ihren beiden denkmalgeschützten bergischen Schieferhäusern und dem kleinen Skulpturengarten. Wen es dagegen in Freie zieht, der mag durch die Parkanlagen schlendern (Stadtpark, Hardt Park, Sieper Park u.a.) oder auch ausgedehnte Wanderungen rund um die Talsperren, z.B. die Eschbachtalsperre unternehmen. Rad- und Wander- oder Reitwege sind gut ausgeschildert und verbinden nicht nur die historischen Ortskerne, sondern können auch thematisch geführt werden, wie z.B. der "Röntgenwanderweg".

Krönung eines jeden Ausflugs ist natürlich die Stärkung an Leib und Seele mit einem guten Essen: Das kann eine typisch Bergische Kaffeetafel sein oder auch ein gutes Pfannengericht, wie z.B. die Kachelofen-Stube sie in rustikalem, bergischem Ambiente bietet.

Rüdesheim

Zwischen Straußenwirtschaften und Rheinwanderwegen

"Let's do the Grand Tour" - so im 19. Jh. das Motto der Engländer, die mit ihrer Begeisterung für die romantische Rhein-Burgen-Landschaft den modernen Gruppentourismus einläuteten. Wichtige Station der "Grand Tour" war u.a. Rüdesheim. …

Nur der Kölner Dom lockt noch mehr Besucher an den Rhein als die romantische Winzerstadt im Mittelrheintal, die offiziell Teil des UNESCO Welterbes ist. Rund 3 Mio. Besucher aus aller Welt besuchen jährlich das kleine Städtchen mit seinen heute rund 10.000 Einwohnern. Eine Melange auch Natur, Kultur, Romantik und Genuss bietet das perfekte Ambiente zum Abschalten, zur Erholung und für einen Kurzurlaub.
Pulsierendes Herz und ein MUSS für jeden Besucher ist die etwa 144 Meter lange und ca. 3 Meter breite Drosselgasse, welche die Rüdesheimer Obergasse mit der Rheinuferpromenade verbindet. Im 19. Jahrhundert siedelten sich hier zunehmend Straußenwirtschaften an, die bald mit Live Musik und besonderen Angeboten um ihre Kunden buhlten. Straußenwirtschaften werden von Winzern oder Weinbauern betrieben, nur saisonal geöffnet und verkaufen ausschließlich selbst angebaute Weine.
In Rüdesheim und Umgebung kann man herrliche Wander- oder Schiffstouren unternehmen: Burgen-Rundfahrten oder tägliche Fahrten zur Loreley führen durch die wunderbare Landschaft des Rheintals.
Nicht nur der weltbekannte Rheinsteig, auch der Rheinhöhenweg, der Brahmsweg oder der Rheingauer Rieslingpfad und andere Fernwanderwege laufen durch Rüdesheim. Da der Ort über Bahn, Schiff und PKW sehr gut an das bundesdeutsche Verkehrsnetz angeschlossen ist, kann man bequem überall "einsteigen" und auch nur Wochenend- oder Tagestouren zur Erholung und Erbauung nutzen: Ein atemberaubendes Panorama über das Rheintal, beste Weine und sehr gute Unterkünfte machen jede Wanderung zu einem Vergnügen.
Oberhalb von Rüdesheim lädt das patriotische Niederwalddenkmal mit der Germania zur Besichtigung ein. 1877 fand die Grundsteinlegung im Beisein Kaiser Wilhelm I. statt. Seinerzeit führte eine Zahnradbahn hinauf; heute ist die Höhe bequem über eine Kabinenseilbahn zu erreichen, mit der man über die Weinberge hinauf schwebt und einen großartigen Ausblick genießen kann.

Dem Mainzer Erzbischof danken die Rüdesheimer ihr Schloss, das 1729 errichtet wurde. 200 Jahre später, 1929, richtet Heinrich Merten im Schloss ein Weingasthaus ein. Heute betreibt die Familie Breuer in den Räumen des Rüdesheimer Schlosses ein Weinhotel, das sich durch modernsten Komfort in historischem Ambiente auszeichnet.
Serviert werden hier dem Schlemmer hauseigene Spezialitäten der Gegend und Wein vom eigenen Weingut - das krönende Sahnehäubchen auf einem gelungenen Wochenendausflug!

 

Sankt Goar

Von bösen Nixen und wehrhaften Burgen

"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..." fragte 1832 Heinrich Heine im bekannten Loreley-Lied. Wir dagegen wissen sehr wohl, was ein Ausflug nach St. Goar ins Loreley-Tal bedeutet: herrliche Landschaft, köstlichen Wein und beste Erholung!

Seinen Namen verdankt St. Goar einem Priester aus der Auvergne, der sich im 6. Jahrhundert an der Stelle des späteren Städtchens niederließ. Er ließ eine Kirche und ein Hospiz errichten; der Legende nach bewirkte er eine Reihe von Wundern und war dem Wein sehr zugetan - Letzteres eigentlich kein Wunder in einer Gegend, in der so wunderbarer Wein angebaut wird. Goar war sehr beliebt und nach seinem Tod wurde sein Grab schnell zu einer Wallfahrtsstätte.
Das malerische Städtchen und seine Geschichte kann man "ergehen" auf der Via Sancti Goaris, einem etwa 1,7 km langen kunsthistorischen Spazierweg mit 36 Stationen, von denen viele zum Verweilen einladen.
Und da wäre noch die gefährliche Dame mit dem goldenen Haar auf einem Schieferfelsen in 132 Meter Höhe: Steil ragt der Felsen am östlichen Ufer des Rheins in den Himmel und im Fluss, der hier in einer Kurve um den Felsen herum fließt lauern Strudel und Felsen. Die Legende erzählt, dass die Nixe Lore-Ley oben auf dem Felsen ihr goldenes Haar kämmt und so die Boote der Schiffer, die gebannt zu ihr hinaufschauten, an den Riffen zerschellen und in den Tiefen versinken. Was hier lapidar klingt, ist in Wirklichkeit eine romantische Geschichte von verschmähter Liebe mit Anklängen an Motive des antiken Echo-Mythus. In St. Goar und Bacharach kann man seine Spuren verfolgen...
Wer bei Katzenelnbogen nur an den langgezogenen Berg mit den Blitzern auf der A3 denkt, wird in St. Goar an den Namensgeber dieses Höhenrückens erinnert: Graf Dieter V. von Katzenelnbogen errichtete 1245 hoch über St. Goar eine Zollburg für die rheinaufwärts fahrenden Schiffe. Nach vielen Erweiterungen im Laufe der Jahrhunderte präsentiert die Burg Rheinfels sich heute als eine der größten, prächtigsten und best erhaltenen Wehrburgen des Mittelrheintales.
Ca. 100 Jahre später, Mitte des 14. Jahrhunderts, errichteten die Grafen von Katzenelnbogen eine weitere Burg auf der anderen Rheinseite, deren langen Namen - Burg Katzenelnbogen - der Volksmund schnell auf das handlich Burg Katz verkürzte. Im Vergleich zur gegenüber liegenden Burg Rheinfels ist Burg Katz kleiner und kompakter. Beide Burgen lohnen den Aufstieg und die Besichtigung - als Zeugen mittelalterlichen Lebens laden sie zur romantischen Rückschau ein.

Wer dem Alltag entfliehen und diese märchenhafte Atmosphäre ein paar Tage auf sich wirken lassen mag, dem sei das Hotel und Restaurant Landsknecht in St. Goar empfohlen: Nicht nur der Blick auf den Rhein mit seinen vorüberziehenden Schiffen, sondern auch die Schlemmereien der excellenten Küche bieten Erholung und Genuss pur.

  • XII Apostel

    Restaurant Landsknecht (Sankt-Goar)

    Das romantische Tal der Loreley mit den Mittelgebirgshöhen von Hunsrück und Taunus beschleunigt den Pulsschlag. Staunend erleben Sie, wieso es am Rhein so schön ist. Wie Edelsteine setzen zahlreiche Burgen der Landschaft die Krone auf. Historie zum Anfassen mit Ritterrüstung und mittelalterlichen Stadtkulissen. » Mehr Infos
    Cuisine: saisonal, deutsch, regional , neue deutsche Küche
    Restaurant Landsknecht kostenlos reservieren

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und einen guten Appetit!

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